Jazz Club Dissen - Bad Rothenfelde e.V.
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30.9.2013

Pressebricht zum 16. Sparkassen Jazz-Festival aus dem Regional Magazin SOL QUARTAL, Ausgabe 18 - Herbst 2013 (Text Petra Ropers)

Pulsierendes Herz der Jazzszene
Jazz­-Festival ein Anziehungspunkt von stilitischer Vielfalt

Das Herz der Jazzszene schlägt mitten im Südkreis. Und sein Puls lockte zwei Tage lang Fans von beiderseits der Landes­ grenze an den Dissener Bahnhof. Bei bestem Open­-Air­-Wetter genossen sie zum 16. Sparkassen­-Jazz-­Festival kontrast­reichen Musikgenuss auf internationalem Niveau.

Den Besuch am Bahnhof ließ sich auch Bürgermeister Hartmut Nümann nicht nehmen. Zwar lockte ihn die Vorliebe für den Jazz eigentlich rein privat an den Bahnhof. Trotzdem sparte er am Rande der Veranstaltung nicht mit einem aus­ drücklichen Lob für den Jazz-­Club Dissen-­Bad Rothenfelde als Ausrichter des Kulturrhighlights: „Das Jazz-­Festival ist auf jeden Fall eine Bereicherung für Dissen und der Standort am Bahnhof geradezu ideal.“

Der Jazz­-Club selbst habe in den vergan­genen Jahrzehnten maßgeblich dazu bei­ getragen, die einstige Industriestadt in eine Kulturmetropole in der Region zu verwandeln. Und in deren Veranstaltungskalender hat das Jazz­-Festival einen festen Platz. Der musikalische Auftakt kam dabei aus dem kühlen Norden: Dem warmen, herzlichen Ur-­Jazz von New Orleans hat sich die Magnolia Jazzband aus Oslo verschrieben, die der Jazz­-Club als echte Neuentdeckung zum ersten Mal für sein Festival verpflichtete.

In Skandinavien stehen die Norweger bereits seit 42 Jahren auf der Bühne und präsentieren dabei Werke jener heute nur noch wenig bekannten Bands, die nach 1920 – im Gegensatz zu Stars wie etwa Louis Armstrong – in New Orleans blieben. Eine klangvolle Hommage an den wohl berühmtesten Komponisten ihrer Heimat durfte daneben natürlich nicht fehlen: Mit einem wohlklingenden Hauch von Melancholie entfaltete sich die Melodie Edvard Griegs im Wechsel der Solisten.

Bei seinem Festival setzt der Jazz-­Club bewusst auf ein möglichst breites Spek­trum jazziger Spielarten. Vom spritzigen Jive über Rhythm'n Blues bis zum relaxten Swing spannten deshalb „Charly & the Jivemates“ den mitreißenden Bogen. Die kraftvoll und spielfreudig agierende For­mation bot den Festivalbesuchern wahr­haft fürstlichen Musikgenuss. Schließlich griff unter dem Pseudonym Charly kein Geringerer als Karl Friedrich Fürst von Hohenzollern-­Sigmaringen zu Saxophon, Gitarre und Mikrofon.

Mit Dixieland und Hot Jazz in Strohhut und Weste brachte die Dixie Company aus Polen gleich zu Beginn den richtigen Drive in den zweiten Festivaltag. Trei­bende Rhythmen und ausgelassene Soli kennzeichneten die Gute­-Laune­-Musik am frühen Nachmittag. Derart eingeheizt, kam den Besuchern der kurze Gewittereinbruch zur Abkühlung gerade recht, bevor das Bielefelder Trio „Boogielicious“ den Stilwechsel zu erfrischendem Boogie Woogie absolvierte. Spritzig ging es auch durch die Pausen.

Denn während die Bühne für den nächsten Auftritt vorbereitet wurde, suchten die Delvtown Jazzmen aus Schleswig-­Holstein den direkten Kontakt zum Publikum. Von dem gut gelaunten Sextett ließen sich einzelne Besucher dabei gerne als siebter Mann am Rhythmusinstrument einbinden. Im Festivalprogramm setzt Club­-Vorsitzender Hans Biewener auf stilitische Vielfalt, um den Jazz einem möglichst breiten Publikum nahezubringen. Seine eigene Liebe gilt jedoch erklärtermaßen dem Swing. Und den zelebrierte mit genussvoller Leichtigkeit das „King of Swing Orchestra“ aus Köln.

Zum ersten Mal gastierten die 16 Profi­ musiker am Bahnhof. Mit ihren Stargästen Anna Larson und Tony Daniels machten sie die Musik von Glenn Miller, Benny Goodman oder Duke Ellington zu einem unvergesslichen Hörerlebnis. Mit packenden Rhythmen, präziser Intonati­on und virtuosen Soli ließ das Orchester das „Herz des Jazz“ pulsieren. Und dessen Pulsschlag will nicht nur gehört, sondern mit allen Sinnen erlebt werden. Die Besucher ließen sich gerne davon anstecken – als wirkungsvoll agierender Jazz-­Chor im ansteckenden „Hi-­de-­hi-­de-­hi-­de-­hi“ und mit Tanzbegeisterung vor der Bühne.

Der Jazz­-Club hält in seinen Clubräumen unterdessen noch weitere Highlights bereit: Das vollständige Programm der kommenden Monate findet sich im Internet.

Hier der Artikel im Original.
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